Zum ersten Mal mit Kindern im Winter in den Bergen: Was anziehen zum Skifahren, Rodeln und Spielen im Schnee

Der Koffer liegt offen auf dem Bett, daneben ein Stapel Wintersachen und im Kopf eine Frage nach der anderen. Wie viele Schichten braucht ein Kind auf der Piste? Merino oder Baumwolle? Ein Paar Socken oder lieber zwei? Und was ist mit dem Kleineren, das zehn Minuten durch den Schnee rennt und dann im Kinderwagen sitzen will? Lass uns das so zusammenstellen, dass die ganze Familie wieder in die Berge will.

Für den ersten Winterurlaub in den Bergen mit Kindern musst du nicht den halben Laden leerkaufen. Viel wichtiger ist es, ein paar funktionelle Schichten zusammenzustellen und sie je nachdem zu wechseln, was das Kind gerade macht. Ein Kind, das zwei Stunden Ski fährt, braucht etwas anderes als ein Kleinkind, das auf dem Schlitten sitzt oder im Kinderwagen geschoben wird.

Im Artikel gehen wir die Schichten von innen nach außen durch, die Unterschiede zwischen Skifahren, Rodeln und Spielen im Schnee, Socken, Handschuhe, Kopf, die ersten Ski und auch das, was sich im Rucksack lohnt. Bei BERGAM sprechen wir jede Saison mit Eltern über das Schichtprinzip im Winter, und so haben wir hier zusammengefasst, was sich in der Praxis am besten bewährt.

Kleinkind in blauem Winteroverall und brauner Sturmhaube mit Bommeln steht im Schnee auf dem Hof

Ob auf der Piste oder auf dem Schlitten: Wohlbefinden beginnt bei der ersten Schicht auf der Haut. Entdecke unsere Merino-Kleidung für Kinder.

Winter in den Bergen mit Kindern auf einen Blick

  • Für die Berge funktioniert das Drei-Schichten-System: Die Basisschicht leitet Feuchtigkeit von der Haut weg, die mittlere isoliert und die äußere schützt vor Schnee, Wind und Nässe.
  • Die Anzahl der Schichten ist weniger wichtig als ihre Funktion und die Möglichkeit, im Laufe des Tages Schichten hinzuzufügen oder abzulegen.
  • Ein Kind auf Skiern bewegt sich viel und schwitzt leicht, auf dem Schlitten, beim Warten am Lift oder im Kinderwagen braucht es dagegen mehr Isolation.
  • Als erste Schicht bewährt sich bei Bewegung im Schnee feines Merino, Baumwolle saugt Feuchtigkeit auf und trocknet langsamer.
  • In die Skischuhe gehört ein Paar gut sitzender Socken, nicht zwei, und in den Rucksack immer Ersatzhandschuhe.
  • Ob das Kind richtig angezogen ist, erkennst du an einem warmen und trockenen Nacken und Oberkörper, nicht an kalten Händen.

So funktioniert das Schichtprinzip in den Bergen

Winterkleidung für Kinder basiert auf drei Schichten. Jede hat eine andere Aufgabe: Die erste Schicht hilft, Feuchtigkeit von der Haut wegzuleiten, die zweite hilft, die Wärme zu halten, und die dritte schützt vor Schnee, Wind und Nässe von außen.

Das heißt aber nicht, dass ein Kind immer drei dicke Schichten tragen muss. Auf Skiern erzeugt es durch Bewegung viel eigene Wärme, im Sessellift bewegt es sich kaum. Deshalb lohnt es sich, die Kleidung so zu kombinieren, dass sich im Laufe des Tages leicht eine Schicht hinzufügen oder ablegen lässt. Die allgemeinen Grundlagen des Schichtprinzips findest du auch in unserem Artikel Das Zwiebelsystem: So schichtest du Kleidung bei Kindern und Erwachsenen richtig.

1. Schicht: das, was das Kind direkt auf der Haut trägt

Die erste Schicht ist in den Bergen wichtiger, als es auf den ersten Blick scheint. An einem einzigen Vormittag rennt das Kind durch den Schnee, fährt Ski, wird beim Aufstieg warm und sitzt ein paar Minuten später regungslos im Lift. Das Material auf der Haut muss daher gut mit Feuchtigkeit umgehen und bei der Thermoregulation helfen.

Eine der häufigsten Wahlen ist feines Merino, zum Beispiel ein Merino-Langarmshirt und Merino-Leggings oder gleich ein Merino-Set (Thermounterwäsche). Merino hilft, Feuchtigkeit von der Haut wegzuleiten, sodass das Kind beim Wechsel zwischen Bewegung und Pause nicht in unangenehm feuchter Kleidung bleiben muss. Das Schwitzen selbst stoppt kein Material, Merino hilft lediglich, die Feuchtigkeit abzuleiten.

Merino verhält sich aber nicht bei allen Kindern gleich. Bei Kleidung direkt auf der Haut spielt die Feinheit der Faser eine große Rolle: Je dünner die Faser, desto angenehmer ist sie meist auf der Haut. Grobe Wolle, wie sie viele von uns von alten Pullovern kennen, hat oft Fasern über 30 μm und kratzt deshalb häufig. Das Merino, das wir bei BERGAM führen, liegt zwischen 17,5 und 21,5 μm, und Fasern um 19 μm und feiner empfinden die meisten Menschen auch direkt auf der Haut als weich. Jedes Kind ist aber anders, es kommt auch auf die Verarbeitung des Stoffes an und darauf, wie empfindlich seine Haut ist. Mehr dazu schreiben wir im Artikel Marketing vs. Realität: 5 Behauptungen über Merinowolle, die nicht ganz stimmen.

Für den Winter in den Bergen eignet sich eine höhere Grammatur, etwa 220–250 g/m². Wenn das Kind bei milderem Wetter sehr aktiv Ski fährt, kann auch eine Ganzjahres-Grammatur von 180–200 g/m² reichen. Mehr über Grammaturen und die Auswahl von Merino findest du im Artikel Merinowolle: Der komplette Ratgeber für Eltern.

Und was ist mit Baumwolle?

Im Hotel, in der Hütte oder im Alltag funktioniert Baumwolle natürlich. Bei einem aktiven Aufenthalt im Schnee ist sie als funktionelle erste Schicht aber nicht ideal. Sie saugt Feuchtigkeit auf und trocknet langsamer, sodass einem Kind, das auf der Piste ins Schwitzen kommt und dann im Lift sitzt, schnell kalt werden kann.

2. Schicht: Isolation, die die Wärme hält

Die zweite Schicht hat eine Hauptaufgabe: helfen, die Wärme zu halten. Je nach Wetter, Aktivität und Kind kann ein Merino-Sweatshirt oder ein Merino-Overall, Fleece, Woll-Frottee oder eine andere leichte Funktionsisolation passen.

Genau hier passiert es am häufigsten, dass ein Kind „sicherheitshalber“ mehr bekommt, als es braucht. Eine gute funktionelle Basis, eine passende Isolationsschicht und ein hochwertiger Winteroverall funktionieren meist besser als mehrere dicke Pullover übereinander. Das Kind braucht außerdem Bewegungsfreiheit, auf Skiern genauso wie beim Hochstapfen mit dem Schlitten.

3. Schicht: Schutz vor Schnee, Wind und Nässe

Das Kind wird nicht nur auf der präparierten Piste stehen. Es wird im Schnee sitzen, beim Schneemann knien, auf Skiern hinfallen und den Hang hinunterrollen. Achte bei Winteroverall, Jacke oder Hose deshalb vor allem auf:

  • Schutz vor Wasser und Schnee,
  • Windschutz,
  • Atmungsaktivität,
  • ausreichende Wärmeisolierung,
  • bequemen Schnitt und Bewegungsfreiheit.

Bei kleineren Kindern bewähren sich in den Bergen Winteroveralls. Nichts rutscht hoch, kein Schnee gelangt zwischen Jacke und Hose, und Eltern müssen nicht alle zehn Minuten den nackten Rücken kontrollieren. Bei größeren Kindern sind Jacke und Winter- oder Skihose meist praktischer.

Zwei lächelnde Kinder in türkisfarbenen Winteroveralls, Mützen und Fäustlingen im Freien

Winteroverall mit hohem Kragen und Fäustlingen: Nichts rutscht hoch und kein Schnee kommt an den Rücken. Für die Berge und den ganz normalen Winter eignen sich unsere Winteroveralls.

Ski, Schlitten, Schneemann oder Kinderwagen: Das Kind braucht nicht jedes Mal dasselbe

Gleiches Wetter bedeutet nicht gleiche Kleidung für alle Kinder in der Familie. Entscheidend ist vor allem, wie viel sich das Kind gerade bewegt.

Kind auf Skiern

Skifahren ist aktive Bewegung, das Kind erzeugt eigene Wärme und kann schnell ins Schwitzen kommen. Beginne mit einer funktionellen ersten Schicht, füge je nach Temperatur eine leichte Isolation hinzu und schließe mit einer hochwertigen Winter- oder Skiaußenschicht ab. Das Ziel ist nicht, das Kind so warm wie möglich anzuziehen, sondern so, dass es bei Bewegung möglichst trocken bleibt und gleichzeitig in der Liftschlange oder im Lift nicht auskühlt.

Kind auf dem Schlitten

Auf dem Weg nach oben rennt das Kind und wird warm, auf dem Weg nach unten und beim Warten sitzt es dagegen fast regungslos. Deshalb kann es etwas mehr Isolation brauchen als beim Skifahren. Und vor allem guten Schutz für Hände und Füße, die bei langem Kontakt mit Schnee am stärksten beansprucht werden.

Schneemann bauen und im Schnee spielen

Hier ist die Wasserdichtigkeit der Außenschicht entscheidend. Das Kind kniet, sitzt und liegt direkt im Schnee, und auch eine gut gefütterte Jacke hilft wenig, wenn das Außenmaterial nach und nach durchnässt.

Spaziergang und Kind im Kinderwagen

Ein kleines Kind, das geschoben wird, erzeugt durch Bewegung viel weniger Wärme als das Geschwisterkind, das nebenher rennt. Es kann deshalb eine zusätzliche Isolationsschicht, einen Fußsack oder eine Decke brauchen.

Was ziehe ich dem Kind unter den Winteroverall an?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, denn es kommt auf die Wärmeisolierung des Overalls, das Wetter und die Aktivität des Kindes an. Als Ausgangspunkt kann dir aber diese Tabelle dienen:

Situation Erste Schicht Isolation Außenschicht
Milder Winter, aktives Kind Merino oder funktionelle Basis Meist nicht nötig Winteroverall
Kälteres Wetter Merino-Basis Leichtes Sweatshirt oder Overall Winteroverall
Strenger Frost oder weniger aktives Kind Merino oder funktionelle Basis Wärmere Isolationsschicht Winteroverall, je nach Situation Fußsack oder Decke

Kontrolliere das Kind im Laufe des Tages immer wieder. Keine Tabelle berücksichtigt Wind, Feuchtigkeit, die Qualität des Overalls oder ob dein Kind eher abgehärtet oder eher verfroren ist.

Ein Paar Socken, nicht zwei „sicherheitshalber“

Einem Kind zwei Paar dicke Socken in die Skischuhe oder Winterstiefel zu ziehen, scheint eine gute Idee zu sein. Das Ergebnis kann aber genau das Gegenteil sein. Im engen Schuh hat der Fuß nicht genug Platz, der Wärmekomfort verschlechtert sich und zwei Lagen verrutschen außerdem und verursachen Druckstellen.

Wähle fürs Skifahren deshalb ein Paar gut sitzender Funktions- oder Merinosocken, die über den Rand des Skischuhs reichen und nirgendwo Falten werfen.

Handschuhe: Hier lohnt sich Sparen nicht

Kalte und nasse Hände können einen Kindertag im Schnee schneller beenden als alles andere. Wähle Handschuhe, die vor Schnee und Nässe schützen und gut an der Hand halten. Für kleinere Kinder sind Fäustlinge praktisch, sie lassen sich leicht anziehen und die Finger wärmen sich darin gegenseitig.

Und ein Tipp aus Elternsicht: Pack ein zweites Paar ein. Ein durchnässter oder verlorener Handschuh ist in den Bergen ein viel größeres Problem als ein T-Shirt zu viel.

Was gehört auf Kopf und Hals?

Beim Skifahren gehört vor allem ein richtig sitzender Helm dazu. Zieh darunter keine dicke Mütze, wenn sie den Sitz des Helms beeinträchtigen würde. Besser geeignet ist eine dünne Merino-Sturmhaube oder eine andere dünne Funktionsschicht für unter den Helm. Den Hals schützt ein Schlauchschal.

Bei kleineren Kindern bewähren sich Sturmhauben, weil sie Kopf, Ohren und einen Teil des Halses bedecken und bei Bewegung nicht so verrutschen wie eine klassische Mütze mit Schal.

Kind mit dunkelblauer Merinomütze und Winterjacke beugt sich über den Schnee

Für Spaziergänge und Spielen im Schnee reicht eine dünne Merinomütze, unter den Skihelm passt eher eine Sturmhaube. Eine dünne Schicht für unter den Helm findest du bei unseren Merino-Sturmhauben für Kinder.

Die ersten Ski: Was leihen und was selbst besitzen?

Wenn du noch nicht weißt, ob deinem Kind Skifahren Spaß machen wird, musst du vor dem ersten Urlaub keine Ski, Skischuhe und keinen Helm kaufen. Die Grundausrüstung kannst du anfangs leihen und nach und nach herausfinden, was deinem Kind passt. Dinge, die das Kind direkt am Körper trägt, lohnt es sich aber, selbst zu besitzen: eine funktionelle Basisschicht, Socken, Handschuhe, eine Sturmhaube und hochwertige Winterkleidung.

Den ersten Tag muss das Kind außerdem nicht sechs Stunden auf der Piste verbringen. Eine Stunde Ski, ein Snack, Schlittenfahren und am Nachmittag Schneemann bauen sind für ein kleines Kind meist ein viel besserer Einstieg.

Skischule oder Unterricht in der Familie?

Wenn in der Familie jemand Ski fährt, ist die Versuchung groß zu sagen: „Das bringe ich ihm doch selbst bei.“ Manchmal klappt das tatsächlich. Ein Skikurs hat aber einen großen Vorteil: Wer unterrichtet, ist kein Elternteil. Kinder hören auf fremde Skilehrer oft ganz anders, der Unterricht hat Struktur, und Eltern können in der Zwischenzeit einen Kaffee trinken oder selbst ein paar Abfahrten machen. Für die ersten Skitage lohnt es sich deshalb, zumindest eine kurze Stunde oder eine Kinderskischule in Betracht zu ziehen.

Was gehört in den Rucksack für einen Tag im Schnee?

Nicht den halben Kleiderschrank mitschleppen, sondern Dinge, die den Tag wirklich retten:

  • Ersatzhandschuhe,
  • Ersatzsocken,
  • eine trockene Basisschicht,
  • Schlauchschal oder Sturmhaube,
  • Getränk und Snack,
  • Taschentücher,
  • Sonnenschutz für Kinder.

Mit einem kleinen Kind natürlich auch die Dinge, die du tagsüber sowieso brauchst.

Vergiss die Sonne nicht

Schnee reflektiert die Sonnenstrahlung, deshalb müssen Kinderhaut, die dünner und empfindlicher ist als die Haut von Erwachsenen, und die Augen auch im Winter geschützt werden. Pack je nach Bedingungen eine Sonnencreme mit einem für Kinder geeigneten Lichtschutzfaktor und eine gute Sonnen- oder Skibrille ein.

Woran erkenne ich, dass das Kind richtig angezogen ist?

Beurteile den Wärmekomfort nicht nur nach kalten Händen. Kontrolliere vor allem Nacken und Oberkörper.

  • Ist das Kind warm und trocken? Dann ist wahrscheinlich alles in Ordnung.
  • Ist es verschwitzt? Dann hat es vermutlich zu viele Schichten oder ungeeignete Materialien an.
  • Ist der Oberkörper deutlich kühl und klagt das Kind über Kälte? Dann ist es Zeit, eine Schicht hinzuzufügen oder sich aufzuwärmen.

Und vor allem: Hör auf dein Kind. Wenn es sagt, dass ihm kalt ist, hat es keinen Sinn zu erklären, dass ihm laut Tabelle nicht kalt sein sollte.

Wann Merino und das Schichtprinzip nicht ausreichen

Damit das Bild vollständig ist, hier die Situationen, in denen Merino allein nicht hilft oder in denen man mit Einschränkungen rechnen muss:

  • Merino ersetzt keine wasserdichte Außenschicht. Wenn der Overall durchnässt, wird mit der Zeit auch alles darunter nass.
  • Eine völlig durchnässte erste Schicht tauschst du besser gegen eine trockene. Merino wärmt auch im feuchten Zustand besser als Baumwolle, aber trockene Kleidung ist immer angenehmer.
  • Sehr empfindliche Haut kann auch feines Merino spüren. In diesem Fall hilft eine feinere Faser oder ein Test zu Hause vor der Abreise.
  • Merino trocknet langsamer als synthetische Funktionswäsche, über Nacht in der Hütte trocknet es liegend aber in der Regel.
  • In den Trockner und auf die heiße Heizung gehört Merino nicht, plane in den Bergen also ein, was du wo trocknest.

Merino-Pflege in den Bergen

Nach einem ganzen Tag im Schnee reicht es bei Merino meist, es auszulüften. Dank der Faserstruktur und der Art, wie es mit Feuchtigkeit umgeht, ist es weniger anfällig für Gerüche und lässt sich oft mehrere Tage tragen. Wenn Waschen nötig ist, sollte das Programm Folgendes erfüllen:

  • Wollprogramm,
  • Temperatur maximal 30 °C,
  • mildes Wollwaschmittel,
  • kein Trockner.

Nach der Rückkehr von der Piste:

  1. Zieh dem Kind die feuchten Schichten so bald wie möglich aus, sobald ihr im Warmen seid.
  2. Leg Merino flach auf ein trockenes Handtuch oder einen Wäscheständer, nicht direkt auf die Heizung.
  3. Trockne Handschuhe, Socken und Schuheinlagen separat, am besten über Nacht.
  4. Prüfe morgens, ob die erste Schicht trocken ist, sonst greif zur Ersatzschicht.

Eine ausführliche Anleitung findest du im Artikel So wäschst du Merino-Kleidung richtig, damit sie lange hält.

Materialvergleich für die erste Schicht in den Bergen

Eigenschaft Merino Baumwolle Synthetische Funktionswäsche
Umgang mit Feuchtigkeit Leitet Feuchtigkeit von der Haut weg Saugt Feuchtigkeit auf und hält sie Leitet Feuchtigkeit von der Haut weg
Wärmegefühl bei Feuchtigkeit Wärmt auch teilweise feucht Kühlt feucht schnell aus Je nach Material, feucht kühlt es stärker als Merino
Geruch bei mehrtägigem Tragen Meist weniger anfällig für Gerüche Durchschnittlich Geruch hält sich meist stärker
Trocknungsgeschwindigkeit Mittelschnell Langsam Schnell
Pflege Wollprogramm bis 30 °C, liegend trocknen Unkompliziert Unkompliziert
Wann geeignet Ski, Schlitten, ganzer Tag draußen Hotel, Hütte, Alltag Kurze intensive Bewegung

7 Fehler, die den ersten Winterurlaub in den Bergen unnötig verderben können

  • Zu viel Kleidung „sicherheitshalber“.
  • Eine Baumwoll-Basisschicht bei intensiver Bewegung.
  • Zwei Paar dicke Socken in engen Skischuhen.
  • Wasserdichtigkeit wird erst dann zum Thema, wenn das Kind schon nass ist.
  • Keine Ersatzhandschuhe dabei.
  • Dieselbe Kleidung fürs Skifahren und fürs lange Sitzen auf dem Schlitten.
  • Ein zu voller erster Tag, nach dem das Kind müde ist und die Lust auf die Berge verliert.

Häufig gestellte Fragen

Was ziehe ich meinem Kind zum Skifahren an?

Eine funktionelle Basisschicht, zum Beispiel Merino, je nach Wetter eine leichte Isolationsschicht und eine wasserdichte, winddichte Winter-Außenschicht. Dazu ein Paar passende Skisocken, Handschuhe, einen Helm und eine dünne Sturmhaube.

Was ziehe ich meinem Kind unter den Winteroverall an?

Oft reichen Merino oder eine funktionelle Basis und je nach Temperatur und Aktivität eine leichte Isolationsschicht. Wichtig sind auch die Wärmeisolierung des Overalls selbst und wie viel sich das Kind bewegt.

Ist Merino zum Skifahren geeignet?

Merino ist als erste Schicht beliebt, weil es hilft, Feuchtigkeit von der Haut wegzuleiten, und beim Wechsel zwischen Bewegung und Pause die Thermoregulation unterstützt.

Welche Merino-Grammatur eignet sich für die Berge?

Für den Winter eignet sich eine Grammatur von 220–250 g/m². Bei sehr aktivem Skifahren an milderen Tagen kann auch eine Ganzjahres-Grammatur von 180–200 g/m² reichen.

Kratzt Merino?

Das hängt davon ab, wie fein die Faser ist, wie der Stoff verarbeitet ist und wie empfindlich die Haut des Kindes ist. Grobe Wolle von alten Pullovern hat oft Fasern über 30 μm, während die meisten Menschen Merino um 19 μm und feiner auch auf nackter Haut als angenehm empfinden. Am besten findest du es heraus, wenn dein Kind Merino zu Hause eine Weile ausprobiert.

Sollte mein Kind zwei Paar Socken in den Skischuhen tragen?

Nein. Besser ist ein Paar richtig sitzender Skisocken. Zwei dicke Lagen können verrutschen, Druckstellen verursachen und im engen Schuh den Wärmekomfort verschlechtern.

Wie ziehe ich mein Kind zum Rodeln an?

Beim Rodeln wechseln sich Bewegung und Sitzen ab, daher kann das Kind etwas mehr Isolation brauchen als beim Skifahren und guten Schutz vor Schnee und Nässe, vor allem an Händen und Füßen.

Winteroverall oder Jacke und Hose?

Für kleinere Kinder ist ein Overall meist praktischer, weil nichts hochrutscht und er beim Sitzen und Toben im Schnee besser schützt. Für größere Kinder kann eine Jacke mit Skihose praktischer sein.

Warum ist Baumwolle als erste Schicht zum Skifahren nicht geeignet?

Baumwolle saugt Feuchtigkeit auf und trocknet langsam. Einem Kind, das auf der Piste ins Schwitzen kommt und dann im Lift sitzt, kann darin schnell kalt werden. Fürs Hotel und den Alltag ist Baumwolle aber in Ordnung.

Was ziehe ich meinem Kind unter den Skihelm?

Eine dünne Sturmhaube oder eine dünne Funktions- bzw. Merinoschicht für unter den Helm. Eine dicke Mütze kann den Sitz des Helms beeinträchtigen.

Woran erkenne ich, ob meinem Kind kalt oder zu warm ist?

Kontrolliere Nacken und Oberkörper, nicht die Hände. Ein warmes und trockenes Kind ist in Ordnung, ein verschwitztes hat vermutlich zu viele Schichten an, und wenn der Oberkörper kühl ist und das Kind über Kälte klagt, ist es Zeit, eine Schicht hinzuzufügen.

Muss ich vor den ersten Skitagen die ganze Ausrüstung kaufen?

Nein. Ski, Skischuhe und Helm kannst du anfangs leihen. Selbst besitzen lohnt sich vor allem die Kleidung direkt am Körper: Basisschicht, Socken, Handschuhe, Sturmhaube und hochwertige Winterkleidung.

Was sollte man für Kinder in den Bergen nicht vergessen?

Neben der Winterkleidung Ersatzhandschuhe und -socken, eine trockene Basisschicht, Sturmhaube oder Schlauchschal, Getränk, Snack und Sonnenschutz für Haut und Augen.

Wie wasche ich Merino im Urlaub?

Oft reicht es, Merino nur auszulüften. Wenn Waschen nötig ist, dann im Wollprogramm bis 30 °C und liegend trocknen, in den Trockner oder auf die heiße Heizung gehört es nicht.

Die ersten Berge müssen nicht perfekt sein

Vielleicht verkündet dein Kind nach der ersten Skistunde, dass es nie wieder Ski fahren wird. Vielleicht ist das größte Erlebnis des ganzen Urlaubs nicht die Piste, sondern der Hügel hinter dem Hotel und ein ganz normaler Schlitten. Und vielleicht musst du nach einer halben Stunde einen Handschuh suchen, der vor fünf Minuten noch an der Hand war. All das gehört zum ersten Winterurlaub mit Kindern dazu.

Du brauchst weder die teuerste Ausrüstung noch ein perfekt geplantes Programm. Es reichen ein paar gut gewählte Schichten, Kleidung, die zur Aktivität passt, und etwas Puffer im Tagesplan. Das Ziel des ersten Winterurlaubs ist nicht, in einer Woche einen Rennläufer großzuziehen, sondern dass die Kinder entdecken, wie viel Spaß der Winter draußen machen kann, und wieder in die Berge wollen.

Bei BERGAM liegt uns am Herzen, dass sich Kinder draußen wohlfühlen und Eltern eine Sorge weniger haben. Wenn du unsicher bist, welche Grammatur, Größe oder Schichtkombination du wählen sollst, schreib uns, wir beraten dich gern.

Weniger Schichten, besser gewählt. Und mehr Zeit für den Schnee.

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